Quirin

Dienstag und Donnerstag gehören Quirin. Hofverkauf und Markt.

Wir könnten auch samstags auf den Erzeugermarkt an der Konstabler gehen, dort hat Quirin ebenfalls einen Verkaufsstand. Der Erzeugermarkt hat jedoch mitunter große Nachteile: nüchtern geht man da selten runter…

Letzten Samstag erst wollten wir „nur mal kurz“ einen Ebbelwoi an der Konstabler trinken gehen und nebenan ein bisschen Fleisch mitnehmen, weil das Wetter so sonnig war und wir uns eh auf der Zeil rumtrieben. Dazwischen kam uns ein sehr liebes Paar im internationalen Mix: Sie kam aus Wisconsin, er aus Oxfordshire. Beide trafen sich in Frankfurt, um ein Wochenende miteinander zu verbringen. Warum das so ist? Er arbeitet in Antwerpen, sie in München. Und Frankfurt sei „günstiger zu erreichen“.

Das Paar blieb einfach in hessischer Tradition am Ebbelwoistand stehen und wurde assimiliert. Im deutsch-englisch-amerikanischen Sprachmix (sie sprach perfekt deutsch dank Germanistikstudium, er sprach englisch – und wir versuchten uns leidlich in beidem ;) ) verging die Zeit in der Sonne.

Hinzu gesellten sich dann noch Frau Fressack und ein paar Genossen, die sie dort kennengelernt hatte. Irgendwann war die Runde dann circa 10 Leute stark – und der Markt wurde geschlossen. Nicht wegen uns. Hoffen wir.

Als zogen wir weiter nach Sachsenhausen, um den Auswärtigen die volle hessische Dröhnung zuteil werden zu lassen. Da mussten sie durch und alle schlugen sich wacker.

Es war ein lustiger Nachmittag und Abend, der erst um 22 Uhr endete…

Daher ist es für uns manchmal besser, einfach am Donnerstag zu Quirin zu fahren. Quirin ist eine Metzgerei in Frankfurt-Harheim, die ein Mal die Woche einen Hofverkauf hat, bei dem sie die selbst erzeugten Fleisch- und Wurstwaren feilbieten.

Was soll ich sagen? Das Schweinefilet gestern war ein Träumsche. Mit Rauke und grünem Spargel ein Genuss.

Ein Geschmack zum Niederknien. Und da freu ich mich natürlich ganz besonders auf das Weißwurstfrühstück und die Koteletts, die alle noch im Kühlschrank auf mich warten.

Also, unser Wurst- und Fleischtipp des Tages: Quirin.

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3 Gedanken zu “Quirin

  1. Haha, hätte ich auch nicht gedacht, dass der Geburtsname meiner Oma mal Posttitel wird …

    Wahrscheinlich bin ich mit diesen Quirins über 25 Ecken verwandt, obwohl meine Großmutter von zwei Orten weiter kommt. Aber der Name ist ja eher selten hier, insofern …

    Bei Konstablerwache fällt mir auf jeden Fall auch die grüne Soße mit Bratkartoffeln ein. Vor zwei Wochen wollte ich nach einem Frankfurt-Bummel abschließend noch dort hin, alle Magensäfte waren schon eingestellt und was war? Halbe Stunde zu spät!

    Schade, dass man als Erwachsener nicht einfach mit dem Fuß aufstampfen oder sich auf den Boden werfen und „ICH WILL ABER!!“ brüllen darf, ohne dass jemand gleich das Freiheitsentziehungsgesetz zitiert …

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    1. Na, zwei Orte für ein bis zwei Generationen sind ja keine Entfernung hier ;) Hier sind ja die Orte quasi alle miteinander irgendwie verwandt… ;)

      Ich finde, Du solltest das einfach mal probieren mit dem Stampfen, Hinwerfen, Rumbrüllen. Allein schon, um die Reaktionen zu sehen – aber noch eher, um aus Mitleid/Angst einen Apfelwein zu bekommen ;)

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  2. Wow!!

    Ich habe zwar gut zu abend gegessen, aber beim Anblick des Schweinefilets könnte ich direkt noch etwas essen :-)

    Verraten Sie mit bittte, wie Sie das so toll hinbekommen?
    Bei mir sieht Schweinefilet leider nie so toll aus. :-(

    Liebe Grüße aus der Nähe ….
    Meike

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