Geschichten aus dem Callcenter

Wir: „Sie haben uns einen Brief geschickt mit der Auftragsbestätigung und schreiben darin auch, wir sollten die uns vorliegende PIN für den Receiver nutzen. Wir haben aber keine PIN.“

CC (Callcenter): „Doch, müssten Sie haben.“

Wir: „Nein, haben wir nicht. Jetzt möchten wir darum bitten, uns die von ihnen benannte PIN zuzusenden.“

CC: „Das geht nicht.“

Wir: „Wieso geht das nicht?“

CC: „Weil wir keine PIN rausschicken können.“

Wir: „Aber sie schreiben doch in ihrem Brief, dass wir die von ihnen zugesandte PIN nehmen sollen. Also schicken sie scheinbar PINs raus.“

CC: „Nein.“

Wir: „Aber das steht doch da.“

CC: „Dann schicke ich Ihnen eine Email in der sie erklärt bekommen, wo sie eine neue PIN beantragen können.“

Wir: „Ok.“

Einige Stunden später.

Wieder ein Callcenteragent am Telefon. Wieder die Erklärung. Dann die Info, dass wir noch keine Mail mit einer Erklärung, woher wir eine PIN bekämen, bekommen hätten.

CC: „Wir schicken keine Emails raus.“

Wir: „Äääh, häh?“

CC: „Bei uns ist es verboten, Emails zu schicken.“

Wir: „Aber ihr Kollege hat sich sogar von uns die Emailadresse geben lassen und wollte die rausschicken.“

CC: „Nein, wir dürfen nicht mal intern Emails versenden.“

Wir: „Und wie kommen wir jetzt an die PIN?“

CC: „Ich kann ihnen das am Telefon erklären. Und sie können das dann machen.“

Wir: „Der Receiver ist aber noch nicht da.“

CC: „Dann schreiben sie halt mit.“

Wir: „Ich rufe bei ihnen an, weil ich die PIN, die der Anbieter, also sie, mir schicken wollten laut ihrem Schreiben, auch haben möchte. Das heißt, ich will nur das, was sie mir sowieso geben wollten. Und sie sagen mir jetzt, das ginge nicht?“

CC: „Genau. Das geht nicht.“

Wir: „Und wieso, bitte?“

CC: „Unsere Systeme können das noch nicht. Aber wir bekommen bald ein Systemupdate. Dann geht das.“

Wir: „Und wann ist das?“

CC: „Am 21.6.“

Wir: „Aber das bestellte – und dann bezahlte – Paket gilt ab dem 16.6. Sie wollen mir also sagen, dass ich eine Woche für eine Leistung bezahlen soll, die ich nicht in Anspruch nehmen kann, weil sie mir die PIN, die sie mir zuschicken sollen, nicht schicken können.“

CC: „Genau.“

So viel zum Thema Service. Ich kotz gleich in den Hörer. Ehrlich.

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5 Gedanken zu “Geschichten aus dem Callcenter

  1. Ich musste gerade sehr lachen :-)
    Genauso ging es mir heute früh mit dem Kundendienst von Peugeot Bayern …
    Ich wäre auch am liebsten durch den Hörer gesprungen und hätte die arrogante Dame am Telefon gewürgt …

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  2. und genauso ham wir jetzt 2 händinummern: warten sie ich schalt ihnen das gleichmal frei… naaaaainnnnnn!!!! oh ich seh grad sie hamja schon eine… sorry… kann ich jetzt vom system aus leider nix mehr machen.

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    1. Nein, leider ist die Geschichte nicht erfunden. Und, nein, ich werde nicht verraten, um welches Produkt es ging. Was ich aber sagen kann ist, dass das Telefonat noch länger war, mit zwei Callcentermitarbeitern geführt wurde und ihm ein weiteres voraus ging. Aber: das ist ja schon fast normal, wenn man mal nachfragt und nicht jeden Bockmist hinnimmt, der einem von den Leuten dort erzählt wird.

      Und sensationell ist daran gar nichts. Das ist Normalität.

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      1. Ja, leider ist es Normalität!
        Wenns nicht funktioniert, funktionierts beim Callcenter leider meist auch nicht.
        Hatte ähnliche Erfahrung mit anderem Anbieter, da jedoch ein „Service-Center“ vor Ort war bin ich dort so lange hin, bis die genug von mir hatten und alles funktioniert hat. Hat auch nur ein halbes Jahr gedauert. Juhuu!

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