Angesetzt II

Die Fortsetzung.

Nachdem ich zwei Liter Wasser mit drei Kilo Zucker erhitzt habe, dann abkühlen ließ und vier in Scheiben geschnittene Zitronen sowie circa 35–40 Dolden Hollerblüten hinzu gegeben habe, blieb die Sirupmasse für zwei Tage an einem relativ kühlen Ort stehen und zog ordentlich durch.

Alle paar Stunden rührte ich mal kräftig – und genoss mit jedem Deckellüpfen das aufsteigende Holleraroma.

Heute war es nun soweit: Die ausgenudelten Dolden und die Zitronen wurden rausgefischt, 30 Gramm Zitronensäure (ja, ich hab noch was dazu gegeben, um mehr Säure reinzubekommen – also eine reine Geschmacksfrage) reingerührt und alles durch ein feines Tuch gefiltert.

In Flaschen abgefüllt und etikettiert harrt der Sirup jetzt seinem Einsatz. Erste Verkostungen als Getränk und pur wurden mit Jubel bedacht und glücklich abgenickt.

(Beim Trinken habe ich dann auch mal kurz an Österreich und die Alm gedacht, als wir mit Stilke beim Hollersaft süppeln kurze Rast machten. Hach, schön.)

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13 Gedanken zu “Angesetzt II

  1. schaut köstlich aus…
    gibt es ein neues „in“getränk in niederbayern dazu, das nennt sich „HUGO“: hollersirup, limettensaft, melissenblätter mit prosecco aufgießen – und auf eis…

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  2. Hach, lecker! Und auch noch mit so schönen Etiketten, toll! Hast Du denn die Flaschen vorher sterilisiert (Backofen oder auskochen oder so)? Oder geht das auch nur mit gut ausgespülten Flaschen?

    Viele Grüße und schöner Tag noch,
    Juliane

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  3. @stilke: Man findet diverse Rezepte im Internet. Die meisten sind dann aber mit Minze statt Melisse und das Getränk scheint so vor zwei Jahren aufgekommen zu sein. Aber wir hier sind ja immer ein wenig hinterher ;)

    @Juliane: Ja, Flaschen mit kochendem Wasser ausspülen, um möglichst saubere Flaschen zu haben.

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  4. Danke für dein Rezept! :-)

    Ich habe seit einigen Jahren den Hollersirup nach eigner Idee ganz anders gamacht.

    Ich hab die Hollerbüten ausgekocht, d..h. Tee gemacht und dann mit der selben Flüssigkeit 4-5mal neue Dolden ausgekocht (jedes Mal nur kurz) Das ergab eine dunkle Flüssigkeit.

    Diese dann abgeseiht und mit ordentlich Zucker (frei nach Schnauze) rein und dann mit Säure (Zirtonen-, Wein- oder auch Essigsäure, ja, das geht auch und ist in diesen Mengen durchaus nicht zu unterscheiden) geköchelt, zum Invertieren des Zuckers.

    Anbfangs dachte ich, als es anfing komisch zu riechen, dass ich alle Duftsubstanzen rausgekocht hatte, aber als ich einen Testlöffel verdünnte, duftete und schmeckte es ganz wundervoll. Gerüche ändern sich halt, wenn sie in großer Konzentratin auftauchen (wie auch bei Parfüms und Duftsubstanzen dafür)

    Mein Sirup bekam noch am Schluß einen Löffel Vitamin C als Antioxidanz rein und als Säuregeber für den Geschmack… und ich muss sagen, er ging weg wie warme Semmeln.

    Durch das Kochen sind auch alle Heilstoffe (fiebersenkend etc.) drin und es ist auch eine leckere Medizin, wenn „Fliedertee“ nicht so rutschen will :-)

    Muss auch mal das mit dem Aufsetzen probieren…

    Herzliche Grüße aus dem Norden, wo gerade die Hollerknospen dicker werden
    Monika

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  5. Ich fand es sehr lohnend. Leckere Sache und hält sich auch lang, wenn man es lässt…

    Freu ich mich, dass dir mein Freinachschnauzerezept gefällt.

    Zu den Mengen musst du allerdings selber sehen, da hab ich keine Ahnung.

    Ich hatte einfach abgeschmeckt, man weiß ja ein wenig, wie süß und wie sauer ein Sirup ist.
    Bloß der Geschmack des Hollers ist eben viel stärker, den muss man schätzen. (bei mir: so stark wie möglich wegenVerdünnung später)
    Wichtig ist das Invertieren des Zuckers mit der Säure, damit es keine Kristallisation gibt.

    Geht bestimmt auch mit anderen Kräutern… müsste man mal probieren. :-)

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  6. Freischnauze mit Gefühl ist die interessanteste Rezeptur, denk ich auch.

    Hat bloß einen Fehler…
    Wenn alle begeistert rufen: „DAS musst du nochmal machen!!!“ und man es ncht mehr zusammen bekommt. Schon öfter passiert…*seufz*

    Mit den Kräutern geht das Extrakt kochen und versiruppen bestimmt gut. Wenn ich Minzesirup bräuchte, hätt ichs schon gemacht.. musste nämlich schon ordentlich Minze aussortieren…

    Hatte mal einfach gerodete Minze und Melisse ohne Wurzeln, aber Stiele und alles zusammengehackt und dicke Zucker drauf zum Saft ziehen lassen… in Wasser aufgelöst, schmeckte alles fast wie gedudelte Alm, gar nicht mehr richtig merkbar nach Minze oder Melisse…

    ja, die Überaschungen, wie’s schmeckt sind immer gut: “ … und hinterher raten wir immer, was es denn war!“ ;))

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