Da Aldo

Heute möchte ich mal kurz von einem sehr gelungenen Essensabend in einem kleinen italienischen Restaurant erzählen, das wir – eigentlich erstmal mehr aus Not – neulich Abend besuchten: Da Aldo in Harheim.

Eigentlich wollten wir zum Abschluss des Urlaubs in unser Lieblingsrestaurant Neidharts Küche in Karben gehen, um mal wieder in heimeliger Umgebung entspannt zu essen. Neidharts hatten aber geschlossen, da sie sich an dem Tag wohltätig engagierten. Also musste eine Alternative her.

Da die diversen „guten“ Restaurants in Frankfurt oft auch etwas unentspannt daher kommen, entschieden wir uns für etwas ganz anderes: Da Aldo.

Da Aldo ist ein einfaches, schlichtes Restaurant in Frankfurt-Harheim. Kein Nobelschuppen, eher so typische Pizzeria. Die Karte ist klein (ein paar Klassiker sind zu finden, ein paar Tagesangebote, ein paar Empfehlungen), die Getränkekarte ist mini (keine großen Weine, eher Tischweine), aber alles so, dass man sich wohlfühlt. Die Besitzer haben zusätzlich zum Restaurant noch einen kleinen Laden in Bad Vilbel mit italienischen Lebensmitteln, das Aldo Parente.

Wir kaufen dort unsere Frischwurst und den Käse, weil es einfach besser schmeckt. Dann noch Olivenöl und Essig. Oder was sonst so anfällt für die italienische Momente. Der Laden ist einfach symphatisch und schön. Es macht Spaß, dort zu sein.

Im Da Aldo ging es gemütlich weiter: wir saßen draußen an einem der schlichten Tische und studierten die Karte, als der Kellner eilig auf uns zukam und uns die Karten aus der Hand nahm. „Ihr dürft nicht bestellen. Der Chef kocht Euch was.“, war die einfache Erklärung.

Okeeeeeh, dachten wir uns. Noch nie hier gewesen, aber schon Sonderbehandlung. Sind die Anteile am Laden in Vilbel dann doch schon so zahlreich? Sind wir womöglich doch öfter da? Sollten wir nicht Besuch mit dorthin schleppen zum Wein süppeln?

Dann kamen die Teller: Fenchel mit Orange und einem leckeren Orangenöl, Steak mit Rucola auf heißem Teller gebraten, Carpaccio mit Trüffelöl und Spargel, überbackene Pilze. Alles lecker. Durch die Bank weg. Ich würde ja jetzt gern sagen, dass ich Fotos gemacht habe – aber leider kam ich erst drauf, als alles schon leer war:

Alles ein Gedicht. Lecker. Es war einfach und gut, lecker und lecker und lecker. Keine abgehobene italienische Küche, sondern einfache, ehrliche Gerichte mit einer besonderen Note. Fein.

Weil uns noch ein wenig der Appetit quälte, gab es noch mit Spargel-Ricotta-Farce gefüllte Tortellini in Cognacsoße. Einfach gut. Frische Pasta ist und bleibt einfach das beste.

Satt und glücklich lehnten wir uns zurück und genossen einfach nur die Situation, als der Chef nochmal vorbei kam und mit uns über das Essen philosophierte. Der Gatte und er unterhielten sich über Zutaten und Öle und ich ließ mich bereitwillig auf ein Dessert ein: Erdbeeren mit Vanilleeis, Balsamico und Mandarinenöl.

Tja, was soll ich sagen: hingehen. Wir haben uns am nächsten Tag erstmal das Mandarinenöl geholt für unseren heimische Nachtisch vom Samstagsgrillen mit den Schwiegereltern. Dieses Öl gibt doch einfach mal so einen leckeren, frischen Unterton. Und werden wohl bald wieder nach Harheim fahren.

Advertisements

3 Gedanken zu “Da Aldo

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s