Oh, wie lecker. Oder auch: Zitronenhuhn.

In der neuen Heimat angekommen stellen wir vor allem fest, dass es hier mehr gute Einkaufsmöglichkeiten gibt. Mehr Bauernhöfe, die Läden haben, ohne das Bio als Siegel aufdrucken und dafür Geld nehmen zu müssen. Es gibt hier wirklich die guten, feinen Läden, die selbstgemachte Marmelade neben den frischen Eiern vom Morgen anbieten, die Saisongemüse haben, sonst nichts.

Einige dieser Läden haben kleine Tierzuchten. Zum Beispiel Geflügel. Jedoch nicht diese großen Hallen, in denen kleine Hühner sich gegenseitig die Augen auspicken, sondern so wie früher. Und dann wird geschlachtet, wenn halt was „reif“ ist ;) Und es gibt nur ein begrenztes Angebot. Wer zu spät kommt, bekommt eben nichts mehr. Und das heißt: früh aufstehen.

Wir hatten das große Glück, neulich mal eins dieser Hühnchen (ein kleines Exemplar… Also unter 2 Kilo) zu ergattern und konnten nicht anders, als es einfach nur mit Zitrone zu spicken.

Zitronen rein ins Huhn und ein paar der Kräuter hinterher, die wir zur Einweihungsfeier geschenkt bekamen und die auf ihre Pflanzung draußen warten. Dann außen Zitrone und Öl und sonst nicht viel.

Ab in den Ofen und zusehen, wie das Hühnerfleisch so fein gart, bis es von allein vom Knochen fällt beim puren Angucken.

Serviert wurde das Ganze auf frischem Spinat mit Knoblauch und Frühkartoffeln, die gleich mit im Ofen waren.

Was soll ich sagen? Im Rezept wurde gesagt, dieses Huhn lässt Vegetarier ihre Entscheidung überdenken und man wolle nicht mehr aufhören zu essen. Gut, zu ersterem kann ich nichts sagen. Aber zweiteres stimmt.

Großartig. Und wieder mal wurde gezeigt, dass das gute Produkt das A und O ist beim Kochen. Denn so ein Huhn habe ich lange nicht mehr gegessen. Wahnsinnig schmackhaft und so richtig hühnerig. Gibt es das Wort? Egal. Wenn nicht, dann müsste es erfunden werden für dieses Geflügel. Großartig!

Das genaue Rezept reiche ich nach, sobald der WTM es mir nochmal gegeben hat oder es selbst hier einstellt. Bis dahin müsst ihr euch einfach damit zufrieden geben, dass dieses Huhn einfach einmalig schmeckt.

(Übrigens: Frohe Ostern :) Ok, dieses Gericht ist schon vor einer Woche zubereitet worden, aber es war mal wieder keine Zeit und keine Muße, es vorher zu posten. Hier ist alles so unfassbar entspannt und schön, wir werkeln in der Natur und fahren Rad, wir erleben neue Freundschaften mit anderen Menschen und erleben alte Freundschaften neu. So kochen und leben wir hier, denken ans Bloggen – aber vergessen es dann über das ein oder andere Glas Wein mit lieben Menschen. Euch allen da draußen einen schönen Ostermontag. Die Sonne verspricht ja wieder nur das Beste! Also, genießt es!)

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15 Gedanken zu “Oh, wie lecker. Oder auch: Zitronenhuhn.

  1. Hallo und nachträglich noch frohe Ostern! Danke für den schönen Beitrag: mir läuft das Wasser im Munde zusammen, und ichfreue mich auf die Rezeptnachreichung!!! Werde es dann sofort (wenn wir aus den Ferien zurück sind) nachbruzzeln.

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  2. Hmmmm, das werden wir demnächst dann auch mal probieren. Also in der neuen Küche :-) Wir kaufen auch nur noch Fleisch im Hofladen oder auf dem Markt und man merkt wirklich den Unterschied.

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  3. Oh, ich wäre gerade am liebsten in den Bildschirm gesprungen, so lecker sieht das aus! Um die Einkaufsmöglichkeiten beneide ich euch sehr, das hört sich nämlich genau richtig an – hier finde ich so etwas nicht oder müsste dafür unverhältnismäßig weit (>40km) fahren. Leider. Aber ich werde an das Zitronenhuhn denken, wenn mir mal so ein Huhn über den Weg springt…

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  4. Dann reiche ich doch mal das Rezept nach:

    Huhn kalt abspülen und trocken tupfen. 2 Zitronen auspressen und innen und außen mit Zitronensaft einreiben. Kräftig salzen (auch innen). 2 Biozitronen mit der Handfläche rollen, dann mit einer Gabel mehrmals einstechen und in das Huhn legen, nach Belieben Thymianzweige hinein geben und das Huhn verschließen. Bei 180 Grad Ober-Unterhitze im Backofen schmoren. Nach einer halben Stunde umdrehen. Kurz vor Ende der Garzeit Zitronensaft mit Marmelade (Aprikosen, oder Mirabellen, oder Limette-Papaya, oder oder…liegt ganz bei Euch ;)) verrühren und das Huhn bestreichen. Kross fertig bruzzeln.

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    1. Problem: jedes Huhn ist anders groß :) Also braucht es verschiedene Zeiten. Tipp: lässt sich das Fleisch leicht vom Knochen lösen („fällt“ es quasi ab), ist es gut. Am Besten am Bollen testen, wo er am Huhn dran sitzt (Hüftgelenk sozusagen :))

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  5. Ich kündige schon mal an: wenn die Pfarrfrau und ich wieder in die Gegend kommen, dann schlagen wir bei euch ein… ;)

    Für den ganzen Rest des Lebens, der in diesem Eintrag mal nicht zum Tragen kommt, wünsche ich viel Kraft und Nerven.

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    1. Ihr seid herzlich willkommen!!
      Und wir freuen uns auf entspannte Gespräche bei lokalen Spezialitäten :)
      Bis dahin: versucht, dass beste für Euch zu machen, verliert den Optimismus nicht aus dem Herzen und den richtigen Weg für Euch nicht aus den Augen!
      Es hat alles seinen Grund, wir müssen nur heraus finden, was wir daraus lernen und machen können.
      Ihr wisst, wo und wie ihr uns findet.

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  6. 1000 Dank fürs Rezept. War meine „erste Amtshandlung“ nach Rückkehr aus den Frankreichferien, Euer Blog nach dem Rezept zu durchforsten. Jetzt flott ausgedruckt – und am Wochenende ist der Flattermann fällig. Alles Gute!

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  7. Gestern war es soweit: das Superhuhn wurde seiner Bestimmung zugeführt… Als Marmeladenbepinselung wurde ein „Limetten-Zitronen-Ingwer-Fruchtaufstrich“ verwendet, und es schmeckte einfach nur G R A N D I O S!!! Sogar der Ehemann, der ansonsten eher anti-Zitrone eingestellt ist, war hin und weg. Nochmals Danke für das Rezept, das jetzt des öfteren dran glauben muss!

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