Huhn an*al

… oder auch: Mit Gehühner kennt er sich aus.

Nee, mal im Ernst: Im Ursprung heißt das Rezept „Hähnchen aus dem Guglhupf“, was ich aber totlangweilig finde. Vor allem, da dieses Huhn nun wirklich zu dummen Sprüchen und einem extra Soundtrack auffordert:

(So ab Minute 3:12 könnte man dann das Video für unser Huhn nehmen…)

Wobei ich an dieser Stelle mal darauf hinweisen möchte, dass das Video vom Livekonzert von der (ich glaube) Still Growing Up-Tour absolut sehenswert ist. Nein, falsch: die ganze Live-DVD zu dem Konzert ist der Wahnsinn.

Besonders schön übrigens Downside Up und Mother Of Violence, die es beide als Version gibt, bei der Melanie Gabriel, seine Tochter, singt. Ganz eigener Charme! Und Downside Up macht mir pure Gänsehaut.

Ich bin aber auch sehr voreingenommen, gehört Peter Gabriel für mich zu den Größten des Musikbusiness. Das beginnt bei Carpet Crawler, geht über Red Rain und Here Comes The Flood (oder auch die deutschen Versionen vom Deutschen Album), Biko und Upside Down.

Klar, Humdrum, Big Time und Family Snapshot gehören da auch hin. Aber eigentlich könnte ich dann alles auflisten, was dieses Musikgenie und der Vorreiter in Technik und Umsetzung alles gezaubert hat. Hach, das Livekonzert in der Zitadelle in Mainz mit den ganzen alten Songs war schon ein Hammer…

So. Was wollte ich eigentlich in diesem Post schreiben? Eine Lobhudelei wohl nicht. Doch, vielleicht auf das Analhuhn (oh, Gott, meine Besuchszahlen werden dank dieses Suchworts wohl in die Höhe gehen). Wo ich doch vorhin bei Gänsehaut war… Also, hier ist es. Vorher:

Ein 1,5-Kilo Brathuhn waschen, trocken tupfen und ordentlich salzen und pfeffern. Dann innen mit Bier einreiben und das Huhn auf eine Guglhupfform setzen. Am besten das Loch (der Form, der FOOORM!!!) abdickten. Man weiß ja, wie Hühner saften.

Aus Bier, Öl, Salz, Pfeffer und Paprika eine Marinade rühren und den Gockel einreiben. Ab in den Ofen für 1,5 bis 2 Stunden bei 170 °C. Immer wieder zwischendurch mit Marinade nachpinseln.

Und in der Zwischenzeit den anderen schönen Dingen des Lebens widmen. Anderen beim Arbeiten zusehen, zum Beispiel:

Oder das Apfelweindeckelchen reaktivieren und den Apfelwein in der Sonne genießen, der umbedingt noch weg muss, bevor er nicht mehr gut ist ;)

Nachdem man viel Nichts getan und ab und zu einem Huhn den Bauch gepinselt hat, hat man dann ein verdammt leckere Knusperhaut. Das sieht dann danach so aus:

Als Beilage gab es bei uns Gemüse aus dem Ofen mit Öl und Rosmarin. Das kann man sehr fein mitbacken in einer separaten Form. Aber bitte nicht die volle Backzeit ;)

Ich denke, dieses Rezept ist die Alternative zum Bierdosenhuhn, wenn man mal wieder keine Bierdosen im Haus hat. Ich mein, wir haben selten Dosenbier da. Flaschenbier schon eher, aber wer will das schon in den Ofen stecken.

Übrig bleibt dann übrigens (wenn man ein feines Huhn genommen hat, keine Supermarktscheiße aus der Massenzucht), so gut wie nüscht:

Advertisements

4 Gedanken zu “Huhn an*al

  1. Coole Methode! Es gibt dafür ja auch so spezielle Hühner-Bräter von Römertopf, aber umso besser, wenn ich mir so einen nicht extra anschaffen muss, um ein oder zweimal im Jahr ein Huhn zu braten. :-)
    Und der Marmorkuchen schmeckt dann künftig nicht nach Brathühnchen?

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s