Wochenende & Weltfrauentag

Das Wochenende steht vor der Tür und es  ist auch noch Internationaler Frauentag. Das kann kein Zufall sein. Und die Sonne scheint auch noch ab und zu.

Weltfrauentag sollte meiner Meinung nach umbenannt werden in Weltfrauenzerfleischensichgegenseitig-Tag. Denn meist wird es nicht zum Anlass genommen, um auf die Situation der Frauen hinzuweisen, sondern auf denen rumzuhacken, die sich für die Situation der Frau einsetzen. Am liebsten sogar noch von Frauen selber, die damit vielleicht beweisen möchten, dass sie ja gar nicht benachteiligt werden oder total humorvoll damit umgehen können.

Diese Frauen sind dann meistens gut versorgt, leben auf hohem Niveau und kennen Gleichberechtigung aus den Medien als Nachricht. Selbst finden sie dann doch eher, dass die Frauen da selbst dran schuld sind, wenn sie benachteiligt werden.

Wir schicken diese Meinung einfach mal zu den Frauen, die mit Gewalt beschnitten werden, denen der Schulbesuch verwehrt wird oder die gesteinigt werden, weil ein Mann sie vor der Eheschließung vergewaltigt hat.

Ein Statement habe ich noch gelesen dazu. Ein Mann schreibt:

„Wenn ich hier so die Beiträge rund um den Weltfrauentag lese, komme ich nicht umhin festzustellen, dass es sich ganz oft um um reine Polemik gegen Männer handelt. Warum dreht sich selbst am Frauentag bei Frauen alles nur um Männer?“

Vielleicht liegt es ja daran, dass die Männer diejenigen sind, die an der Unterdrückung von Frauen schuld sind? Die eine Gleichstellung in der Gesellschaft verhindern? Die mit Gewalt und Ressentiments gegen Frauen deren Grundrechte verhindern? Oder einfach nur, dass sich die Frau frei bewegt. Die seit Hunderten von Jahren auf ihrer Vormacht bestehen? Und sich jetzt auch noch verwundert darüber äußern, dass am Frauentag der Mann Thema ist. Wenn man sich die internationale Lage der Frauen anschaut, sieht es da überall nicht so rosig aus.

(Interessant dabei aber eine Beobachtung aus meinem Bekanntenkreis: Je weiter nördlich, desto sensibler sind Frauen bei dem Thema. Vielleicht sind die südlich angesiedelten Frauen da entwicklungsgehemmt? Oder nicht so empfindlich? Oder die nördlicher angesiedelten Frauen sind aufgeklärter? Oder mimosiger? Man könnte natürlich auch einen Zusammenhang zum männlichen Verhalten sehen: je südlicher man geht, desto mehr Macho kommt an den Tag, desto öffentlicher wird der Kerl rausgehängt. Das hieße aber auch, dass in Italien das Ende der Fahnenstange *haha* noch nicht erreicht ist. Erstaunlich… Das aber nur mal am Rande eingeworfen als Zwischenbemerkung.)

Am Internationalen Männertag geht es übrigens um ganz ähnliche Themen. Laut Wikipedia geht es darum

“ (…) den Fokus auf Männer- und Jungen-Gesundheit zu legen, das Verhältnis der Geschlechter zu verbessern, die Gleichberechtigung der Geschlechter zu fördern und männliche Vorbilder hervorzuheben (…) Es ist ein Anlass um Benachteiligungen von Männern und Jungen aufzuzeigen und ihren Einsatz für die Gemeinde, Familie, Ehe und Kinderbetreuung zu würdigen.“

Nicht zu verwechseln mit dem „Schnitzel und B.l.ow.j.ob-Tag“, der auch vor der Tür steht. Da geht es auch irgendwie nur um Frauen, oder? Schließlich müssen die das Schnitzel ja braten und an Machos bestes Stück kommt auch eher selten ein Männermund…

Das war jetzt aber böse.

Wo war ich stehengeblieben? Ach ja, Gleichberechtigung. Oder war es Schnitzel braten? Nun denn. Das Wochenende steht vor der Tür und mit ihm ein angeblicher Wintereinbruch. Beim Einkauf erwarte ich daher auch einen entsprechenden Andrang im Supermarkt, weil sich sicher wieder viele mit Vorräten eindecken, falls sie eingeschneit werden. Und das „mitten im März“. Sowas.

Am Samstag ist dann auch noch Derby. Und ich gröhle mich schon mal geschmeidig ein und stimme ein blau-weißes Lied an. Heute trage ich schon mal Jeans mit weißer Bluse und gehe davon aus, dass das meiner Vorfreude ausreichend Ausdruck verleiht für die Eingeweihten. Darf ich noch das Steigerlied…? Orr, ok, dann eben nicht. Als Frau jedenfalls weiß ich, wie der Fußballhase läuft. Dieses Wochenende bin ich sogar ganz nah dran und ich freu mir ein Loch in den Bauch, dass der Pott und ich zusammen sind. Im Herzen auf Schalke dabei. In diesem Zusammenhang möchte ich ganz kurz auf den Fensterrentner aufmerksam machen. Egal ob innen Block oder bei Twitter. Aus Gründen.

Hab ich alle Themen, die zu kontroversen Diskussionen und beleidigten Gesichtern führen können durch? Gleichberechtigung und Fußball? Liest noch jemand mit oder hab ich alle Leser vergrault? Gut. Es schreibt sich so frei ohne Leserschaft.

Ich könnt noch was über Katzen schreiben. Denen geht es nämlich soweit gut. Die Sonne macht dem Kater scheinbar Gefühle und er hat jetzt auch eine Geliebte, die es nicht zu stören scheint, dass er ja nicht mehr kann: ein Kunstfellkissen ist seine Auserwählte. Die Katze findet das derweil arg befremdlich und staunt. Und widmet sich dafür ab und zu ihrer Passion: dem Ablecken von Wänden. Jeder so wie er mag, könnte man sagen.

Miez Kater

Kochtechnisch geht es uns entspannt dieses Wochenende. Wir sind eingeladen und werden uns dort verköstigen lassen. Für heute ist geplant, die Kartoffelwurst vom Marktmetzger nach seinem Rezept zu vertilgen: Lauch und Wurst in einer Pfanne zusammen auf kleiner Pfanne braten lassen. Das gäb einen großartigen Geschmack. Und dazu dann lecker Salzkartoffeln. Haben wir noch im Keller von unserer Herbsternte. Alles prima.

Und Ihr so?

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3 Gedanken zu “Wochenende & Weltfrauentag

  1. :D Danke für den Artikel und für „Hab ich alle Themen, die zu kontroversen Diskussionen und beleidigten Gesichtern führen können durch? […] Es schreibt sich so frei ohne Leserschaft.“
    Und sorry, mich wirste nicht los…

    Gefällt mir

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