Willste mal Aufwand?

Naja, Aufwand ist natürlich wie immer relativ. Aber für die tägliche Küche wohl eher ungeeignet ist dieses wunderbare Schmackofatzrezept, das bei Valentinas Kochbuch vorgestellt wurde. Das Ganze aus dem Buch „Sous Vide – Der leichte Einstieg in die sanfte Gartechnik“.

Generell finde ich ja, dass Sous Vide eine tolle Sache ist, aber für den heimischen Kochgebrauch doch schwierig umzusetzen. Und so saß der Mann auch neben dem Topf, behielt die eingeschweißte, marinierte Ananas und das Thermometer im Auge und war sich wohl nicht so sicher, ob das alles auch wirklich klappt.

Vorweg: es hat geklappt.

AnanasSousVide

 

Wir sind aber auch in der glücklichen Lage, einen Vakuumierer zu haben (wirklich kein Standard in der Küche, obwohl ich finde, dass er vieles erleichtert und das Haushalten sehr vereinfacht) und viel Zeit.

Die Ananas wird also geschält, geviertelt, entstrunkt und mit Wasser, Honig, Butter, Zimtblüte und Vanilleschotenmark in einen Beutel gegeben und vakuumiert. Dann wird sie 85/70 gegart (85 Grad, 70 Minuten) und bleibt danach im Beutel, kühlt ab und wird im Beutel im Zutatensud 1–2 Tage mariniert.

Für das Koriander-Mango-Chutney (ich nenne es mal so) wird Mango, Passionsfrucht ohne Kerne, Koriander, brauner Zucker und Thaichili grob gehackt und fein püriert. Bei uns war keine Passionsfrucht dabei, was aber nicht wirklich schlimm war.

Cashewkerne in einer Pfanne in Butter rösten und mit Meersalz und Zucker karamellisieren. Achtung, brennt schnell an und das Aroma von angebranntem Zucker ist ekelig.

Danach wird die Ananas aus dem Beutel befreit, der Sud wird in einer Pfanne sirupig eingekocht und die Ananasviertel darin glasiert.

Angerichtet wird mit griechischem Joghurt.

Tja, mmh. Was soll ich sagen? Geschmacksexplosion? Ja, definitiv. Ich mag auch das Mouthfeeling ;) Die Ananas ist toll und schmeckt so intensiv nach Vanille, dass einem ganz anders wird. Das Chutney ist süß und scharf und die Cashews knackig salzig dazu. Tolltolltoll!

Ich persönlich hätte aber eher ein Joghurt-Eis dazu gemacht, statt den Joghurt so dazu zu servieren. Oder ein Vanilleeis für die kalte Komponente.

Auch wir werden wohl damit experimentieren und mal schauen, was man noch damit machen kann.

Wer also die Chance hat, das nachzukochen, sollte sich die Zeit nehmen.

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