Basilikumsalz

Nach der Zucchini kam der Basilikum. In Massen.

Nachdem das Gartenjahr doch eher mäßig spannend begonnen hat und der Nutzgarten lange Zeit aussah, als ob das gar nichts käme, hat der Spätsommer doch noch einiges an Leckereien gebracht.

So hatten wir unglaublichen Fenchel im Garten, den wir dann nur leider vergessen haben zu ernten. Also war er nachher fast zwei Meter hoch, roch aber wunderbar und durfte so bis letzte Woche seinen Duft verströmen und blühen.

Dann reifen die Kürbisse heran, nur deutlich kleiner, als im vergangenen Jahr. Einige sind fertig, andere reifen noch. Auch sehr spät und ich bin mir nicht sicher, ob die letzten jetzt überhaupt noch reif werden.

Die Kartoffeln sind in etwa halb so reichlich, wie im Jahr davor. Doch von diesem Phänomen hört man ja zur Zeit überall. Die Ernte ist eben nicht so gut. Aber das spricht dann wohl für die Intelligenz der Bauern. Oder so. Ach, lassen wir das.

Die Heidelbeeren waren reichlich, die Brombeeren zuckersüß. Die Bohnen tragen immer noch, aber die Zucchini haben wir nun mit den Kartoffeln zusammen ausgebuddelt. Irgendwann darf auch mal Schluss sein.

Was jetzt noch dort unten wächst, hat auch bald Feierabend. Die Äpfel müssen vom Baum und der Pac Choi hat wohl einer Schneckenfamilie als Büffet gedient. Dafür haben sie den Mangold verschmäht. Der kommt jetzt auch Stück für Stück auf den Teller.

Bleiben die Kräuter. Und davon haben wir ja bekanntlich eine Menge. Rosmarin und Thymian, diverse Minzsorten, Melisse, Pimpinelle, Oregano, Kerbel, Ysop, Lavendel, Bohnenkraut, Liebstöckel, Waldmeister… und Basilkum.

Basilikum

Der ging erst gar nicht, kam dann mit Wucht und ist jetzt kaum zu halten. Was also macht man damit?

Bei uns gab es Basilikumöl (Rapsöl mit Basilikumblätter, die in einem dichten Gefäß ihr Aroma abgeben) und Basilikumsalz.

Letzteres ist eine wirklich schöne Sache, eignet sich zum Würzen und Verschenken. Großartig! Wer also noch Basilikum hat, den er verarbeiten möchte (und ja, auch der sehr pfeffrige, harte Basilikum ist da hervorragend für geeignet), dem lege ich folgendes Rezept ans Herz:

Basilikum und gutes grobes Meersalz circa im Verhältnis 1:5 miteinander pürieren oder mörsern. Oder häckseln. Normalerweise sollte man den Basilikum erst fein häckseln und dann das Meersalz dazu geben, alles fein pürieren. Egal wie man es anstellt, am Ende sollte ein dickes Pürree dabei rauskommen. Bei uns ging es im Häcksler der Küchenmaschine ganz hervorragend. Wir haben auch erst das Basilikum mit ein bisschen Salz gehäckselt und dann das Meersalz portionsweise dazu.

Das Pürree auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech schmieren und in den Ofen geben. Bei ca. 55–65 °C Umluft. Die Tür des Ofens einen Spalt offen lassen, z.B. mit einem Holzlöffel dazwischen.

Salzblech

Das dauert jetzt schon eine ganze Zeit. Mitunter einige Stunden. Bis alles eben getrocknet ist. Es muss wirklich ganz, ganz trocken sein. Dann abkratzen, klein bröseln und in ein Gefäß umfüllen.

Auf Tomaten ein Traum, mit Mozzarella wunderbar.

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5 Gedanken zu “Basilikumsalz

  1. Die Idee ist leider nicht von uns ;) Die gibt es vielfach im Netz und wir sind auf sie gestoßen beim Suchen nach Möglichkeiten, was man mit der Masse an Basilikum machen kann.

    Im Netz sind auch unzählige Rezepte…

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