Geschützt: Kommt Zeit, kommt Entspannung?

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Vom Haben und Wollen

Fragt man sein Gegenüber, vielleicht bei einem Glas Wein in gemütlicher Atmosphäre zu vorgerückter Stunde, nach dem, was wirklich wichtig ist im Leben, so hört man meist zuerst: Gesundheit.

„Was hilft mir alles Geld der Welt, Gesundheit kann man sich nicht kaufen.“

Das stimmt. In gewisser Weise. Man kann auch für alles Geld der Welt keine Heilung bekommen, wenn man unsterblich krank ist.

Trotzdem drängen wir jeden Tag nach Konsum, nach Materiellem. Wir gehen arbeiten, um uns etwas zu kaufen. Selten nur das, was wir wirklich zum Leben brauchen. Oft die Dinge, von denen wir denken, dass wir sie brauchen, aber in Wirklichkeit nur haben wollen.

Es lief vor ein paar Tagen eine schöne Sendung über die Marketingkönige und die, die uns zum Konsum verführen. Wir werden verleitet. Jeden Tag, überall. Und können uns diesen Reizen kaum entziehen.

Es heißt, der Rasen des Nachbarn sei immer grüner, als der eigene. Und so werden bei uns Begierden geweckt, Wünsche geboren, die wir ohne den Nachbarn – oder den Konsumverführer – nicht hätten: Das neue Smartphone, die neuen Schuhe, der neue Kapselkaffee oder das sparsame Auto für 32.450 Euro.

Bis der Einschlag kommt, der uns zeigt, dass es wirklich die Gesundheit ist, die das Wichtigste ist im Leben. Knallt er direkt in uns oder neben uns ein, werden wir ruhig, werden wir gelähmt, werden wir demütig. Wir lamentieren, dass wir alles geben würden, wenn damit die Gesundheit wiedererlangt werden könnte. Man würde alles geben, um… ja, um das Leben von vorher zu führen mit der Sorglosigkeit, mit dem Konsum, mit dem Hamsterrad, das wir jeden Tag laufen lassen.

Die Frage ist, wie wir das Hamsterrad anhalten können, ohne den Einschlag.

Wie werden wir zu einem zufriedenerem Menschen, wenn wir nicht mehr auf denjenigen hören, der uns erzählt, was wir brauchen, um zufrieden zu sein? Wenn wir innehalten und uns fragen, was uns wichtig ist. Wirklich wichtig ist.

Auf was würden wir verzichten und auf was auf keinen Fall?

Ich stehe gerade an einem Punkt, an dem ich mich genau das frage. Was ist mir wichtig, wo stehe ich im Leben und wo möchte ich hin. Dieser Punkt ist das Ergebnis einer Reise der letzten drei, vier Jahre, auf der ich immer mehr die Dinge, die mir vorher wichtig waren, in Frage gestellt habe.

Nun sitze ich hier und denke über die Zukunft nach und was darin einen Platz haben könnte. Oder Platz haben will.