Byebye.

Brexit. Das Wort des Tages. Die Engländer haben sich zum Austritt entschlossen und die Lager sind weiterhin gespalten.

Während einige die Unabhängigkeit feiern, sind andere, wie z.B. meine deutschen Freundinnen in Brighton, schockiert und verunsichert. Sie haben nicht mehr das Gefühl, willkommen zu sein und wissen nicht, wie es für sie und ihre Familien weitergehen wird. Ihren Deutschen Pass möchte sie nicht abgeben. Werden sie Visa benötigen? Werden sie Arbeitserlaubnisse beantragen müssen? Sie sind Immigranten.

Ich bin mir nicht sischer, ob alle Brexit-Befürworter wirklich wissen, welche Folgen das alles haben kann. Ich weiß nicht mal, ob alle anderen das jetzt schon ahnen können. Dass das britische Pfund auf Rekordtief abgesunken ist und damit die Anleger enorme Finanzeinbußen haben, dass der Verlust von Arbeitsplätzen z.B. durch Bankenumzüge nach Frankfurt, viele Menschen treffen wird, dass die allgemeine Verunsicherung über den Ausgang der Handelsabkommen zu Investitionseinbrüchen in England führen kann, ist das Eine.

Aber was passiert, wenn viele Bürger merken, dass die Probleme Englands z.B. im Gesundheitssystem, durch einen Brexit nicht gelöst werden? Wird es eine Welle von Wegzügen aus England geben?

In einer globalisierten Welt braucht man starke Partner, wenn man internationales Gewicht haben möchte. Mit wem verbündet sich England jetzt? Was passiert mit Schottland?

So viele Fragen. So wenig Antworten. Und ich frage mich, wie man diese Gräben überwinden kann, die sich nun aufgetan haben.

 

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2 Gedanken zu “Byebye.

  1. Ich höre gerade von der einen Freundin, dass sie über einen Umzug nach Deutschland nachdenken. Fehlt noch die Info, was mit seiner, britischen, Staatsbürgerschaft passiert. Der Mann der anderen Freundin beantragt gerade seinen irischen Pass. Damit sie wegziehen können.

    Alles ziemlich traurig.

    Die Unsicherheit, die dieser Brexit überall hinterlässt (nicht nur wirtschaftlich, sondern emotional), kommt nicht gut in der momentanen instabilen Zeit in Europa. Und statt dass wir alle zusammenrücken und Lösungen bringen, separieren wir uns.

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