Ich habe nichts gegen …

… dieses und jenes, aber…

Bei mir schwillt bei diesen Worten der Kamm, weil er für mich eine vorausschiebende Verharmlosung dessen ist, was derjenige dann doch „gegen dieses und jenes“ hat.

„Ich habe nichts gegen rote Autos, aber…“
„Ich habe nichts gegen Ausländer, aber…“
„Ich habe nichts gegen Dich, aber…“

Man hat also doch etwas dagegen. Man hat nicht „nichts“ dagegen, sondern „etwas“. Allein sprachlich eine absolut überflüssige Wortwahl. Rein inhaltlich darüber hinaus immer die Einleitung, um etwas gegen etwas oder jemanden zu schreiben oder zu sagen, sich aber der Verantwortung zu entziehen, es könnte gegen einen verwendet werden.

Man relativiert seine eigene Meinung. Schon bevor man sie überhaupt kundtut. Die Aussage hebt sich selbst auf, denn man sagt am Ende doch etwas dagegen.

Folgt im Anschluss ein Pamphlet mit einer Pauschalisierung, klinke ich mich mittlerweile aus. Kritikfähigkeit ist hier oft nicht zuhause.

 

 

 

 

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