Orange.

Bei dem ganzen Proteingedöns darf man eins nicht vergessen: den Spaß. Und deswegen habe ich gestern einen Rührkuchen gemacht fürs Wochenende.

Tatsächlich bin ich über das Rezept online gestoßen und habe es seitdem auf der Wunschliste.

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Zutaten für den Teig:

  • 4 Eier (zimmerwarm)
  • 200 Gramm Zucker
  • 250 Gramm Butter (sehr weich, quasi flüssig, aber nicht zu warm)
  • 100 Gramm Weizengrieß
  • 80 Gramm gemahlene Mandeln (ich hab 100 Gramm genommen, war eben die ganze Packung)
  • 80 Gramm Mehl
  • 1/2 TL Backpulver (bei mir etwas mehr)
  • Schale und Saft von einer Orange (heidiho, drauf achten, dass sie unbehandelt ist, gelle?)

Zutaten für den Sirup:

  • 100 Gramm Zucker
  • Schale und Saft von zwei Orangen

Zubereitung:

Eier und Zucker schaumig schlagen. Butter langsam zufügen/-gießen. Mehl, Grieß, Mandeln und Backpulver mischen. Zum Teig zufügen. Orangenschale und -saft zufügen.

Eine 26 bis 28 cm-Springform mit Backpapier auslegen, leicht einfetten. Teig einfüllen. Ja, er ist ziemlich flüssig…

Bei 180 Grad Ober- und Unterhitze 30 Minuten backen. Sollte er zu dunkel werden, mit Backpapier abdecken.

Derweil Zucker mit Orangensaft und -schale erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Sirup über den fertig gebackenen, noch heißen Kuchen gießen.

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Was soll ich sagen? Sehr orangig, lecker und erinnert an Urlaub in südlichen Ländern. Super simpel und schnell gemacht.

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Quelle Rezept: Zeit.de

Ernährungsumstellung

„Sie essen zu wenig Fleisch.“

Ok, damit habe ich nun nicht gerechnet. Seit Jahren essen wir immer weniger Fleisch. In der Woche so gut wie gar nichts. Diese Aussage meiner Ärztin war aber als Synonym gedacht, für meinen hohen Proteinbedarf.

Das intermittierende Fasten hatte bei mir ja einen etwas negativen Effekt: ich habe zugenommen. Zwei ganze Kilo. In acht Wochen. Während der Mann fröhlich Kilo um Kilo abnahm (4 bisher). Und das, obwohl ich darüber hinaus auf Zucker und Co. fast völlig verzichtet habe.

Jede bisherige Ernährungsumstellung hatte bei mir die Folge, dass ich zunahm. Ich erwähnte das ja schon mal. Und jetzt die Aussage der Ärztin, dass mein Stoffwechsel (und mein Körper generell) eben andere Energien bräuchte.

Jetzt beginnt eine neue Testphase: Proteinreichere Kost. Und für die nächsten vier Wochen soll ich die Abendmahlzeit durch einen Protein-Shake mit einer guten Handvoll rote Beeren ersetzen. Dafür mittags normal essen mit 100 Gramm Fleisch. Aber bitte nur gutes Fleisch. Tartar, Pute, Hähnchen, Steak… Und mein Frühstück soll auch Quark bestehen.

Das wird eine größere Umstellung werden, als alle anderen zuvor.

Nächste Woche kommen die neuen Blutergebnisse.

Mobilität

Vor einigen Tagen kam eine Studie heraus vom Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) zum Thema Pendeln. Damit liegt Frankfurt auf Platz 2 nach München.

Dann gab es ein Interview im TV zum Thema Umweltschutz – und wieder einmal kam das Thema Elektromobilität zur Sprache. Warum die Regierung nicht viel mehr von den Bürgern fordern würde, um den Wandel zu erzwingen. Strafen für Verbrenner, Förderung der E-Mobilität. E-Autos für alle!

Das ist in meinen Augen in so vieler Hinsicht falsch, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. Zuerst mal: ich finde, es ist der falsche Ansatz, wenn man Verbrenner verbieten will und Elektroautos fördern. Denn wir verschieben hier nur unsere Probleme. Denn im Grundsatz haben wir zu viele Autos, zu wenig „saubere“ Energien, zu wenig Raum, zu viel Umweltzerstörung.

Ich bin eher der Meinung, dass wir unsere Form der Mobilität und -flexibilität überdenken müssen. Doch dafür braucht es keine Zwangsabschaffung von Bestehendem, sondern einen konsequenten Ausbau der Infrastruktur und Förderung neuer Wege. Und damit einen ganz logischen Wandel.

Doch neue Wege nicht nur in Hinblick auf Fortbewegung, sondern dahingehend, dass es nicht mehr nötig sein sollte, dass immer mehr Menschen auf ein Auto angewiesen sind. Dazu gehört der Ausbau von flexiblen Arbeitsmodellen (Home-Office etc.), Jobtickets für den ÖPNV, Ausbau des ÖPNV mit neuen Konzepten, Förderung von strukturschwachen Landstrichen, um Arbeitsplätze überall zu schaffen, Förderung alternativer Energien, die dann für neue Beförderungsmöglichkeiten mit Sinn eingesetzt werden. Ach, die Liste ist endlos und schlaue Menschen finden sicher noch viele innovative Ideen und Wege.

Eine Förderung von E-Mobilität bedeutet hingegen, dass man nicht die Zahl der Fahrzeuge minimiert, sondern einen Anreiz schafft, neue Autos anzuschaffen. Wir wandeln auf ausgetretenen Pfaden und auch die Einführung neuer Antriebsmöglichkeiten ändert nichts daran, dass es ein Schritt in die falsche Richtung ist.

Hinzu kommt, dass auch hier die Infrastruktur nicht ausreichend ausgebaut ist und eine flächendeckende Bereitstellung von Energie für jeden nicht so einfach zu bewerkstelligen ist. Mal abgesehen davon, dass es nicht Sinn sein sollte, einen steigenden Energiebedarf zu befriedigen, sondern Energien einzusparen.

Statt Alternativen zu finden und damit wirklich ökologischen Einfluss zu nehmen, verlagern wir die Energiegewinnung. Statt Energie einzusparen, fördern wir den Konsum. Statt fossiler Energien wird dann eben eine andere Form der Energie benötigt, um den Mobilitätshunger oder -bedarf von Millionen zu stillen.

Und so schüttel ich den Kopf über Strafen für Verbrenner, die denen die Grundlage nehmen, die sich kein neues Auto leisten können. Es trifft diejenigen, die sich keine Miete in der Stadt leisten können und deswegen aufs Land ziehen müssen. Die dann keine vernünftige Anbindung an den ÖPNV haben. Die deswegen auf ihren 13 Jahren alten Diesel angewiesen sind, um zu pendeln. Die kein Geld haben, um 25.000 Euro für ein subventioniertes E-Auto zu blechen, weil das einfach schlicht ihre finanziellen Möglichkeiten übersteigt.

Wir setzen mit unserem E-Auto-Hype am falschen Hebel an und belohnen diejenigen, die sich für 100.000 Euro eine Luxusvariante anschaffen können und danach einen Scheiß geben auf ihren kompletten ökologischen Fußabdruck. Wir belohnen die Autoindustrie, die sich nicht weiterentwickelt, um neue Wege der Beförderung zu gehen und sich von ihrem „jeder braucht ein Auto“-Mantra nicht wegbewegt und von der Regierung dafür noch mit Subventionen honoriert wird. Wir verhindern, dass ein Umdenken stattfindet, hin zur autofreien Innenstadt, hin zu alternativen Arbeitsplatzmodellen, hin zu ökologisch sinnvollen Beförderungsangeboten für alle.

Das einzige, das wir erreichen, ist eine Stärkung bestehender Strukturen und eine Schwächung von innovativen Ideen. Strukturwandel. So ein ausgelutschtes Wort, aber so richtig.

 

———————————– EDIT

Ein paar Links, die mir dazu noch über den Weg gelaufen sind, ohne Wertung.

http://www.zeit.de/mobilitaet/2017-03/verkehrspolitik-auto-stadt-carsharing-oeffentlicher-nahverkehr

http://www.autofreie-stadt.de/

http://www.handelsblatt.com/technik/das-technologie-update/frage-der-woche/heilsbringer-fuer-das-klima-wie-umweltfreundlich-sind-elektroautos-wirklich/11144820.html

http://www.upi-institut.de/UPI79_Elektroautos.pdf

Opportunisten

Ich verabscheue Opportunisten. Menschen, die aus einer Situation ihren Vorteil ziehen – ungeachtet der moralischen Grundsätze oder den Konsequenzen.

Was ich noch mehr verabscheue als Opportunisten, sind falsche Menschen. Menschen, die hintenrum über Dinge lästern oder sich beklagen/beschweren, aber für diese Meinung dann vorne nicht einstehen. Menschen, die eine Gelegenheit nutzen, um einen Keil zu treiben, andere aufzustacheln, aber dann bei der nächsten Gelegenheit ihren Mund halten.

Das schlimmste sind falsche Opportunisten.

Sie nutzen jede sich bietende Gelegenheit, um sich in ein gutes Licht zu rücken, einen Keil zwischen andere zu treiben, wenn es ihnen nützt und intrigieren hintenrum. So sitzt man dann zusammen, wiegelt andere auf, um den eigenen Standpunkt zu festigen – wohl wissend, dass er sonst wenig Substanz hätte.

Hat aber nicht die Eier, um klar Position zu beziehen. Keine offene Zurschaustellung der Meinung. Immer bedeckt. Immer nur hintenrum. Man könnte ja sonst einen Nachteil davon haben.

Das sind für mich die schlimmsten. Und leider heute wieder erfahren.

Da sind mir Menschen lieber, die offen ihre Meinung sagen, die dazu stehen, was sie sagen, weil sie es auch meinen. Die für ihre Ansichten einstehen und geradestehen. Alles andere ist feige, asozial und berechnend.

Und wer so jemanden in seinem Umfeld haben möchte, der hat es nicht besser verdient.