MRT gestützte Biopsie.

Rin inne Röhre, raus ausse Röhre, rin inne Röhre…

Zweite Biopsie habe ich geschafft. Dieses Mal MRT-gestützt. Nachdem man mir vier Mal versucht hat, einen Zugang im linken Arm zu legen für das Kontrastmittel, hat man die rechte Hand genommen. Danach wurde ich auf dem Bauch positioniert, so dass meine rechte Brust in eine Vorrichtung hineinhing.

Wieder wurde die Brust leicht eingeklemmt in eine Gittervorrichtung, damit sie fixiert ist. Mit den Armen nach vorne, eingeklemmt, wurde ich in die Röhre geschoben und ein normales MRT gemacht. Dann raus aus der Röhre. Nicht bewegen. Kontrastmittel wurde eingespritzt. Wieder rein in die Röhre. Wieder MRT. Raus aus der Röhre.

Dann wurde ich markiert, bzw. meine Brust. Wieder rein in die Röhre, gecheckt. Raus aus der Röhre, örtliche Betäubung wurde gegeben. Ein leichtes Brennen, nicht schlimm. Im Anschluss wurde direkt die Biopsie-Nadel platziert. Wieder rein in die Röhre, um im MRT den Sitz der Nadel zu kontrollieren.

Ich hatte Glück: sie saß an der richtigen Stelle. Ok, bei 2,5 cm auch nicht soooo schwierig. Also raus aus der Röhre und mit der Stanzung beginnen.

Die ganze Zeit durfte ich mich nicht bewegen, musste möglichst ruhig atmen (haha, enge Röhre, Platzangst, Nadeln, Biopsie, juchhe!) und bekam im MRT nicht nur diese unglaublich lauten Geräusche auf die Ohren, sondern auch noch den kalten Hauch der Radiologie. Also, so ein Mistgebläse, das mir eiskalte Luft auf den Schultern und den Nacken blies. Nach einer halben Stunde war ich dann auch derbe verkrampft.

Die Biopsie selber gab immer einen kleinen Schlag in der Brust, insgesamt vier Mal. Begleitet mit einem Klacken, wenn der Gewebezylinder ausgestanzt wurde Wie ich heute gesehen habe, nach dem Pflasterwechsel, gab es auch vier Einstichstellen, also Biopsiekanäle.

Da man wieder von rechts außen bis nach links innen musste, hat die Nadel wieder die ganze Brust durchquert. Nach der Entnahmen wurde mir noch ein Titan-Marker eingesetzt. Das ist ein kleines Plättchen, das den Bereich markiert, an dem die Proben entnommen wurde.

Dies ist notwendig, sollte man operieren, um die Stelle auch ohne MRT wiederzufinden. Zur Kontrolle der Einstichkanäle und der Platzierung des Plättchens, ging es dann nochmal ins MRT.

Ich hatte keine Schmerzen, es war etwas unangenehm, ein leichtes Ziehen. Aber nichts schlimmes. Einzig die Lagerung auf dem Bauch mit dem Druck auf dem Brustbein und die Unbeweglichkeit, haben mir leichte Schmerzen bereitet, weil die Muskeln verkrampften.

Leider hat es dieses Mal aber ordentlich geblutet, denn als ich aufstehen sollte, lief mir Blut und irgendein Gewebe-Glibber-Zeuchs die Brust runter und ich konnte sehen, dass in dem Brust-Behälter auch einiges drin war.

Den Tag habe ich dann auf der Couch verbracht.

Heute tut es immer noch weh. Wie ein starker Muskelkater, ein Ziehen und Berührungsempfindlichkeit. Ich habe einen dicken Bluterguss um die vier Einstichkanäle und zwei bluten immer noch ab und zu ganz leicht. Nicht viel! Ein Pflaster zum Auffangen reicht.

Da es heute auf ein Konzert geht, hab ich mich jetzt erstmal in einen Sport-BH gezwängt. Das stabilisiert hoffentlich ein bisschen. Denn wenn sie die Brust bewegt, tut es jedes Mal weh. Kein Wunder nach zwei Biopsien quer durch die Brust… Da drin ist wohl Hackfleisch. Und die Zysten wurden ja vielleicht auch durchstochen.

Bis Montag Abend bekomme ich Bescheid. Und dann geh ich feiern…

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