Perspektive.

„Ich habe heute Adipositas.“

Eine liebe Freundin hat mir das neulich erzählt. Dass sie sich manchmal dick fühle. Und ich kenne das nur zu gut. Es gibt diese Tage im Zyklus, da verzweifelt man schier beim Blick in den Spiegel, weil man sich einfach nur dick fühlt. Adipöse Tage. Im doppelten Sinne.

Nun kann ich diese Tage bei mir nur erahnen, merke sie aber, wenn sie da sind (heute zum Beispiel) anhand des adipösen Grundgefühls.

Die Freundin sagte mir, sie schaue an sich herunter und denke „hey, alles ok“, schaue in den Spiegel und denke „hey, alles kacke“.

Ich denke darüber nach und merke, dass viele eine Frage des Blickwinkels, der Perspektive ist. Wie kann der gleiche Körper ok und nicht ok sein? Nur aufgrund des Blickwinkels. Ist es vielleicht sogar der Blickwinkel in unserem Kopf?

Es ändert nichts daran: heute habe ich Adipositas und hoffe, dass es morgen wieder besser aussieht. Oder übermorgen.

Bis dahin überlege ich mir mal, was ich mir heute zu Essen mache. Und handhabe die Spiegelsache einfach, wie ein Vampir.

 

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3 Gedanken zu “Perspektive.

  1. :p Ich hab was Neues entdeckt – und zwar bin ich mit Brille im Spiegel dicker als ohne Brille. Da ist es nicht der Blickwinkel sondern sie Sehschärfe!!! Ohne Brille lösen sich die Konturen so schön auf ;) Viel Spaß dann noch mit deinem Adipositas, der kann manchmal ein richtiges Arschloch sein und einen besonders guten Appetit :p

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