Yoga.

Nie gedacht, doch passiert: Yoga beschäftigt mich nachhaltig.

Seit langer Zeit höre ich immer wieder von Leuten, die es gut mit meinem Körper meinen, dass Yoga genau das richtige für mich sei. Für mehr Flexibilität, für mehr Faszienverklebungen lösen, für mehr Entspannung, für mehr auf mich selbst hören.

Es musste erst einiges passieren (Internetrecherche, Gespräche mit Yogapraktizierenden, Ermahnungen von Masseuren und Ratschläge von Orthopäden), bis ich meine persönliche Kopfsperre überwunden hatte und mich für einen Einführungskurs anmeldete. Das war letzten Herbst.

An zwei Wochenenden durfte ich für jeweils drei Stunden in eine von vielen Yogawelten eintauchen, die Kobra und den herabschauenden Hund kennenlernen, viel über Achtsamkeit lernen und auf den Geschmack von Yogitee kommen. Ich ging mit der Grundeinstellung dorthin, mich einfach auf alles einzulassen. Meine ausgeprägte Skepsis in Bezug auf alles neue oder ansatzweise dogmatisch-religiöse zu ignorieren und einfach mal zu schauen, was da passiert.

Meine Yogalehrerin an diesen Wochenenden war eine unglaublich positive, ruhige und entspannte Frau, die das seit vielen Jahrzehnten praktiziert – und uns den Leistungsgedanken nahm, den Druck und die Angst vor Dogmatismus.

Ich merkte, wie gut mir das tat und meldete und für den Anfängerkurs an.

Der ist nun vorbei. Zwei Monate Anfängerkurs Yoga, viele Asanas, viel Pranayama und ab und zu eine Klangschale. Viele Yogitees, viele körperliche Grenzen und ein bisschen Yogatheorie später merke ich, dass mich Yoga sehr beschäftigt.

  • Yoga zeigt mir, wie mein Körper technisch funktioniert
  • Yoga zeigt mir, wie ich meinen Körper funktionieren lassen kann
  • Yoga zeigt mir, wie viel ich mit Atmung und Achtsamkeit erreichen kann
  • Yoga macht mich geistig und körperlich flexibler
  • Yoga bringt mich dazu, im Alltag über Körperhaltung nachzudenken
  • Yoga hilft mir, mich selbst zu beobachten und Fehlhaltungen zu erkennen
  • Yoga hilft mir, gelassener zu sein
  • Yoga hilft mir, weniger Schmerzen zu haben
  • Yoga bringt mich dazu, über Yoga nachzudenken

Yoga macht noch viel mehr mit mir. Aber ich bin noch am Anfang und genieße es gerade sehr, wie gut es mir tut.

Unsere Yogalehrerin war jung, entspannt und „yogisch“. Auch sie hat uns immer wieder den Leistungsgedanken im Keim erstickt und so jedem innerhalb seiner Möglichkeiten Yoga nahe gebracht.

Wir haben im Anfängerkurs viel gelacht, viel geseufzt und geknackt. Und ich hoffe, dass wir den ein oder anderen dort beim nächsten Kurs wiedersehen werden.

 

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2 Gedanken zu “Yoga.

    1. Tatsächlich ist es das, was mich von Anfang an bei der Stange gehalten hat: keine Gedanken machen über „noch mehr Gewichte, noch mehr Wiederholungen“ oder „du musst mehr schaffen“. Sondern einfach nur „machen“, egal wie. Es soll gut tun. Mir. In dem Moment.

      Nicht dieser Gedanke an „im Sommer wirst Du Dich super fühlen im Bikini“, sondern das Jetzt, das wichtig ist. Es muss mir jetzt gut tun. Punkt.

      Gestern zum Beispiel hatte ich einen doofen Tag. Abends haben wir dann einen Yogakurs ausprobiert, bei dem es an dem Tag zufällig um Herzöffnerübungen ging. Zack, beim Kurs ging das Stresslevel komplett runter.

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